verzeihen

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Mit dem Versuch nicht allzu persönlich zu werden, will ich mal in den Raum stellen ob es überhaupt Menschen gibt, die sich selbst als schlecht bezeichnen würden. Selbst sagen, dass sie wirklich mieses tun. Ja, gelegentlich. Aber der Großteil..
Umgekehrt ausgedrückt - ich kenne kaum jemanden (= niemanden) der sich selbst wirklich für “böse” hält (jeder definiert diesen Begriff anders, wenn jemand ein anderes Wort dafür haben will, soll er es durchstreichen und neu schreiben. ich verwende dieses)
Wie soll man jetzt das ausdrücken, was man zu vermeiden versucht in einem öffentlichen Blogg der nun doch von mehreren Menschen gekannt und gelegentlich auch gelesen wird. (ja, ich kenne auch die funktion mit dem passwort - aber ich stell nix online was ich dann noch verschlüsseln will. wenn ich wirklich nicht will dass es jemand liest, schreib ich es auf ein stück papier und verbrenne es)
Gemeinsame Erkenntnis bis jetzt: Es gibt Leute, die sich scheiße verhalten und es nicht wissen bzw. ignorieren. Oder es wissen, aber nicht alles an sich schlecht sehen würden und sich trotzdem für gute Menschen halten. (immer andere schlecht machen, man ist ja selbst NIE so dass man was arsch-mäßiges macht und sich dann wundert dass es einem das schicksal doch zurückzahlt)

Und je länger ich auf der Welt bin. Und je mehr ich mit Menschen (ich schließe mich aus dieser Gruppierung aus) zu tun habe, desto öfter erfahre ich am eigenen Leib und am Leib derer die ich liebe, dass man selbst der aktive Part im bösen Spiel sein sollte um nicht als Opfer daran zu scheitern. (= verarsch die anderen, bevor sie es mit dir tun)

Was mir aber am meisten weh tut, ist die Erkenntnis worin das endet. Letztendlich werden wir alle nur mehr Arschlöcher sein und nur das Schlechte im potentiell Guten sehen. Und ich erkenne es an mir selbst, wie beschissen es mir selber dabei geht immer the-worst-case-szenario durchzuspielen und immer wieder Vorsicht walten lassen zu müssen um nicht unters Rad zu geraten.

Ich tue mir mittlerweile unglaublich schwer damit, aber ich glaube nachwievor fest daran, dass man lernen muss anderen Menschen zu verzeihen. Nicht wegen ihnen - sie werden sowohl mit, als auch ohne meine Vergebung weiterleben - sondern wegen sich selbst. Sag mir bloß einer, wie ich das hinbekomme.

6 Responses to “verzeihen”

  1. Ich bin nachtragend und im verzeihen nicht gut…. Da kann ich dir leider nicht helfen.

    Aber halt mich von deinen Versuchen aus auf dem Laufenden.

  2. ach lassen wir das - kennst du jemandem der gegen bisschen entgeld einem gewissen jemandem eine lebenslange erinnerung an mich zufügen würde? ;-DDD

    (oh wenn das die polizei liest…)

  3. Ja :-)

  4. Čitav život je učenje i traženje kompromisa.I doista niko od nas nije toliko bez greške, da bi mogao suditi o drugima. I religija tu doista ima dobrih strana, ako se ispravno shvati i primjeni, kajanje za vlastite pogreške i oprost za tuđe.Čovjek se mora pomiriti sa sobom prvenstveno da bi imao mira,a nitko od nas ne zna kako bi u datom momentu postupio.I negativne misli odbaciti i gledati naprijed, to se treba naučiti, vjerovati prvenstveno u sebe

  5. Ja das mit dem Verzeihen ist nicht leicht.

    Wahrscheinlich kann man schon froh sein, wenn man es schafft, dass einem die Person nach einer bestimmten Zeit egal ist. Aber auch das ist ja beliebig schwer.

    Man leidet einfach mal unter beschissenen Vorkommnissen und sollte das auch ausleben, finde ich. Also heulen, Blog schreiben, sich verkriechen, besaufen oder was auch immer.

  6. Amen…

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